Norwegens Staatsfonds verkauft klimaschädliche Investments

Der größte Staatsfonds der Welt, der norwegische Ölfonds, will seine Beteiligungen an Öl- und Gasunternehmen abstoßen. Damit schließt sich die Regierung einem Vorschlag des Chefs des Ölfonds, Yngve Slyngstad, an. Der hatte einen entsprechenden Vorstoß bereits 2017 vorgelegt. Das Risiko für den Fonds sei wegen großer Schwankungen des Ölpreises zu groß, begründete er den Plan. „Unser Ziel ist es, unser gesamtes Vermögen weniger anfällig für einen Fall der Ölpreise zu machen“, erklärte auch Finanzministerin Siv Jensen. 

-        Es sind also weniger Klima- und Umweltschutzgründe, sondern ökonomische Motive, warum der Fonds seine Investitionen in Unternehmen der Ölbranche herunterfahren will.

-        Großkonzerne wie BP, Chevron, Exxon und Shell sind von den neuen Regelungen nicht betroffen.

-        Dagegen werden die Beteiligungen von insgesamt 134 zumeist kleineren Unternehmen schrittweise abgestoßen

Get handelsblatt.de 13.06.2019